Mit Rad, Witz und Pinguinen: Lubber und Babbo in Veitshöchheim bei „Fastnacht in Franken“

Für Staunen sorgte auch das aufwendige Bühnenbild mit Pinguinen, dessen Zusammenhang sich dem Publikum erst gegen Ende des Auftritts erschloss. Foto: © Christian Licha

Knetzgau / Oberschwappach, Lkr. Haßberge. „Fastnacht in Franken“ gilt als die wohl erfolgreichste Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks. Am Freitag wird die 39. Ausgabe der Kultsendung ab 19 Uhr live aus den Mainfrankensälen in Veitshöchheim übertragen. Bereits am Donnerstag wurde bei der Generalprobe deutlich, dass auch der Landkreis Haßberge wieder bestens vertreten ist.

Ein kurzer Blick zurück gehört dennoch dazu. Der Oberschwappacher Mundartkabarettist Oti Schmelzer stand im vergangenen Jahr letztmals auf der Bühne der Fernsehsitzung. Seit seinem ersten Auftritt 1999 und dann durchgehend ab 2011 prägte der „Multifunktionsfranke“ bis 2025 die Sendung vor einem Millionenpublikum. In seine Fußstapfen tritt nun das Duo Lubber und Babbo. Hinter den Figuren stehen Thomas Klug und Matthias Schmelzer, der Neffe von Oti Schmelzer.

Rasant starteten Lubber und Babbo ihren Auftritt und fuhren mit Rennrädern auf die Bühne. Foto: © Christian Licha

Rasant ging es für Lubber und Babbo auf die Bühne. Mit Rennrädern und dem Stimmungslied „Ja, mir san mit’m Radl da“ starteten sie ihren Auftritt passend zu ihrer Bütt „Tour de Franken“. „Den Lenker fest in unserer Hand. Wir fahren mit Helm, aber ohne Verstand“, lautete dabei das augenzwinkernde Motto. Ihre Reise führte sie nicht nur durch Franken, sondern auch bis nach Berlin. Dort wurden sie Zeugen eines Polizeieinsatzes der besonderen Art. Wegen hoher Stromkosten, so ihre Beobachtung, seien Elektroschocker dort zu teuer geworden. Als neues Pilotprojekt würden Polizisten nun mit Brennnesselsträußen zur Selbstverteidigung ausgerüstet.

Für Staunen sorgte auch das aufwendige Bühnenbild mit dem Verkehrsschild „Achtung Pinguine“ und mehreren dieser Tiere auf einem kleinen Hügel. Was Pinguine mit Radfahren zu tun haben, erschloss sich dem Publikum erst gegen Ende des Auftritts. Lubber und Babbo berichteten von einer Polizeikontrolle, bei der zehn lebendige Pinguine im Kofferraum eines Autos entdeckt wurden. Der Rat des Beamten: sofort in den Nürnberger Tiergarten. Am nächsten Tag folgte die nächste Kontrolle. Wieder zehn Pinguine im Kofferraum, diesmal sogar mit Badekappen. Die Erklärung des Fahrers: „Gestern waren wir im Zoo, heute gehen wir ins Schwimmbad.“

Lubber und Babbo alias Thomas Klug und Matthias Schmelzer hatten viele Lacher auf ihrer Seite. Foto: © Christian Licha

Unter den rund 600 Zuschauerinnen und Zuschauern der Generalprobe waren auch einige Besucher aus dem Landkreis Haßberge. Thorsten Endres, gebürtig aus Mechenried und inzwischen in Sand zuhause, zeigte sich begeistert. „Lubber und Babbo waren richtig cool, sogar noch besser als bei ihrem ersten Auftritt in Veitshöchheim im Jahr 2024“, lautete sein Fazit. Auch der Ebelsbacher Entertainer Sebastian Wilhelm nahm den Auftritt mit Humor. „Wenn das so weitergeht, holen wir die Livesendung nächstes Jahr nach Oberschwappach auf Oti Schmelzers Weindunstbühne. Vielleicht überlegt es sich dann sogar die Altneihauser Feierwehrkapell’n noch einmal mit ihrem Rücktritt“, sagte er augenzwinkernd zur Präsenz des Landkreises Haßberge in der Sendung.

Und wie sehen die Akteure selbst ihren Auftritt? Thomas Klug und Matthias Schmelzer zeigten sich zufrieden. Die Aufregung sei noch da, aber deutlich geringer als bei der Premiere vor zwei Jahren. „Freilich sind wir noch aufgeregt, aber es ist nimmer so wie beim ersten Mal“, sagten sie. Besonders lobten sie den Bayerischen Rundfunk und den Fastnachtverband für den großen Aufwand beim Bühnenbild. „Es hat sauviel Spaß gemacht“, lautete ihr Fazit.

Die Generalprobe dauerte rund eine halbe Stunde länger als die geplante Sendezeit. Größere Kürzungen müssen die Akteure dennoch kaum befürchten, sagten Thomas Klug und Matthias Schmelzer nach der Nachbesprechung am späten Donnerstagabend. An den einzelnen Nummern werde es voraussichtlich nur minimale Anpassungen geben, die Zeit solle vor allem bei der Zwischenmoderation eingespart werden. Ziel sei es, die Livesendung am Freitag dennoch pünktlich gegen 22.30 Uhr zu beenden.

Beim Finale tanzte Matthias Schmelzer mit Nilpferddame Amanda von Bauchredner Sebastian Reich. Foto: © Christian Licha