[FOTOS] Zimmerbrand in Hofheimer Altstadt: Feuerwehr rettet Person aus Wohn- und Geschäftshaus

In einem Wohn- und Geschäftshaus in der Hofheimer Landgerichtsstraße brannte es am Montag im ersten Obergeschoß. Foto: © Christian Licha

Hofheim, Lkr. Haßberge. Ein gemeldeter Zimmerbrand mit einer Person in Gefahr hat am Montagvormittag einen Großeinsatz der Feuerwehr in der dicht bebauten Hofheimer Altstadt ausgelöst. In einem Wohn- und Geschäftshaus in der Landgerichtsstraße war im ersten Obergeschoss ein Feuer ausgebrochen.

Kurz nach 10.30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt nach einem Notruf zunächst mit dem Einsatzstichwort B3 die Feuerwehren aus Hofheim, Aidhausen und Friesenhausen. Wenig später wurde die Alarmstufe auf B4 erhöht, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich das Feuer weiter ausbreitet und auf den Dachstuhl übergreift. In der Folge wurden auch die Feuerwehren aus Königsberg, Humprechtshausen und Mechenried nachalarmiert. Vorsorglich wurde zudem das direkt angrenzende Nachbargebäude evakuiert. Dieses Szenario trat jedoch nicht ein.

Zusätzlich kamen der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Sand zur Versorgung mit frischen Atemluftflaschen, die Fachberater des Technischen Hilfswerks Haßfurt sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) zum Einsatz. Gemeinsam mit Rettungsdienst und Polizei waren über 100 Einsatzkräfte vor Ort. Die Einsatzleitung wurde außerdem von Kreisbrandrat Ralf Dressel und Kreisbrandinspektor Andreas Franz unterstützt.

„Bei unserem Eintreffen befand sich noch eine Person im Gebäude, die wir zügig aus dem Haus retten und ins Freie bringen konnten“, berichtete Einsatzleiter Holger Eiring. Der Mann blieb glücklicherweise unverletzt. Das Feuer hatte sich vom ersten Obergeschoss bereits in Richtung Dachgeschoss ausgedehnt. Auch über das Treppenhaus schlugen beim Vorgehen der ersten Atemschutztrupps Flammen in Richtung Erdgeschoss.

Mit Hilfe der Drehleiter wurden Teile der Dacheindeckung entfernt. Foto: © Christian Licha

Der Brand konnte vergleichsweise schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die anschließenden Nachlöscharbeiten erwiesen sich jedoch als aufwendig und zogen sich bis in den Nachmittag hinein. Mithilfe der Drehleiter wurden Teile der Dacheindeckung geöffnet, um eine Beteiligung des Dachstuhls auszuschließen. Zudem musste die Zwischendecke in der betroffenen Wohnung geöffnet werden. Mit Wärmebildkameras suchten die Einsatzkräfte nach verbliebenen Glutnestern und löschten diese gezielt ab.

Zur Brandursache liegen bislang keine Erkenntnisse vor. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach Schätzungen der Beamten der Polizeiinspektion Haßfurt beläuft sich der entstandene Sachschaden auf etwa 75.000 bis 100.000 Euro. Für die Dauer des Einsatzes war die Landgerichtsstraße vollständig für den Verkehr gesperrt.