[FOTOS] Waldbrand: Flammen schlagen bis in die Baumwipfel – über 160 Feuerwehrleute im Einsatz

Im Wald schlugen die Flammen teilweise bis in die Baumwipfel. Foto: © Christian Licha

Ebern / Bischwind a. R., Lkr. Haßberge. Insgesamt rund 7000 Quadratmeter Mischwald und Teile einer davorliegenden Kuhweide sind am Freitagnachmittag bei Bischwind am Raueneck in Brand geraten. „Die Flammen schlugen teilweise bis in die Baumwipfel“, beschrieb Eberns Kommandant und Einsatzleiter David Pfeufer die anfängliche Lage. Die Einsatzstelle lag westlich von Bischwind nahe der Ortsverbindungsstraße nach Burgpreppach. Insgesamt waren mehr als 160 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen beteiligt. Der Einsatz dauerte viereinhalb Stunden.

Kurz vor 17.15 Uhr löste die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt Großalarm aus. Daraufhin rückten die Feuerwehren aus Bischwind, Brünn-Frickendorf, Burgpreppach, Ditterswind, Ebern, Eyrichshof, Hohnhausen, Jessendorf, Kirchlauter, Leuzendorf, Maroldsweisach, Pfarrweisach und Sand mit dem Gerätewagen Atemschutz aus. Außerdem waren die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) sowie ein Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) Haßfurt vor Ort. Als Bereitstellungsplatz diente der Sportplatz in Bischwind.

Das Feuer erfasste neben dem Mischwald auch Teile einer vorgelagerten Kuhweide. Foto: © Christian Licha

Ein Luftbeobachter der Regierung von Unterfranken verschaffte sich mit einem Flugzeug einen Überblick über das Feuer. Eine Herausforderung war die Wasserversorgung. Aus einem Löschweiher wurde Wasser über eine mehr als 100 Meter lange Schlauchleitung zur Einsatzstelle gepumpt. Tanklöschfahrzeuge brachten zudem im Pendelverkehr Wasser von Hydranten im Ort zu Faltbehältern an der Brandstelle. Einige Landwirte brachten mit großen Fässern weiteres Löschwasser zur Einsatzstelle.

Mit ihrer Wärmebildkamera entdeckte die Drohne der Feuerwehr Kirchlauter zwei Bäume, die im Inneren noch eine starke Wärmeentwicklung aufwiesen. Foto: © Christian Licha

Bei der Suche nach verbliebenen Glutnestern kam die Drohne der Feuerwehr Kirchlauter zum Einsatz, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist. Dabei wurden zwei Bäume mit starker Wärmeentwicklung im Inneren entdeckt, die zum Ablöschen gefällt werden mussten. Die Kreisbrandinspektoren Jonas Ludewig, Ralf-Peter Schenk und Thomas Neeb sowie weitere Kreisbrandmeister unterstützten die Einsatzleitung. Der Rettungsdienst sicherte den Einsatz ab, verletzt wurde aber niemand. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Verpflegung des Roten Kreuzes versorgte die Einsatzkräfte mit Getränken und einem Imbiss. Nach Abschluss der Löscharbeiten kündigte Einsatzleiter David Pfeufer eine weitere Kontrolle an. Die Feuerwehr Bischwind wird den betroffenen Bereich am Samstagmorgen nochmals auf mögliche Glutnester überprüfen.

Nach Auskunft eines Beamten der Polizeiinspektion Ebern entstand der Brand vermutlich während landwirtschaftlicher Arbeiten. Offenbar war ein Stein in ein Mähwerk geraten und hatte Funken geschlagen, die das Feuer auslösten.