Eltmann, Lkr. Haßberge. Ein schwerer Lkw-Unfall hat am Donnerstagnachmittag auf der Maintalautobahn A 70 bei Eltmann für eine Vollsperrung in beiden Fahrtrichtungen gesorgt. Der 68-jährige Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt.
Gegen 17 Uhr war der Lkw einer Spedition aus dem Landkreis Schweinfurt in Fahrtrichtung Bamberg unterwegs. Zwischen dem Tunnel Schwarzer Berg und der Anschlussstelle Eltmann geriet das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache auf der Überholspur nach links und prallte gegen die Mittelschutzeinrichtung. Anschließend streifte der Lkw diese noch auf einer Länge von rund 80 Metern, bis er zum Stehen kam. Nach ersten Erkenntnissen war kein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt.

Die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt alarmierte die Feuerwehren Knetzgau, Sand und Eltmann sowie den Fachberater des THW Haßfurt. Unter der Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Fabian Hümmer banden die Feuerwehrkräfte ausgelaufene Betriebsstoffe ab, übernahmen die Verkehrslenkung und stellten den Brandschutz sicher. Auch die Kreisbrandinspektoren Thomas Neeb und Ralf-Peter Schenk machten sich ein Bild der Lage.
Den rund 80 Einsatzkräften bot sich ein großes Trümmerfeld, das sich auch auf die Gegenfahrbahn erstreckte. Unter anderem lagen Reifenteile auf der Autobahn und im Bereich der Fahrbahntrennung. Zudem wurde der Dieseltank aufgerissen und Kraftstoff trat aus. Am Lkw entstand augenscheinlich Totalschaden. Die genaue Schadenshöhe konnte zunächst nicht beziffert werden.

Zur Befreiung des eingeklemmten Fahrers setzte die Feuerwehr hydraulisches Rettungsgerät mit Schere und Spreizer ein. Zudem unterstützten die Einsatzkräfte den Rettungsdienst bei der Versorgung. Der Schwerverletzte wurde anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben eines Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck lagen vor Ort zunächst keine Erkenntnisse darüber vor, ob für den Mann Lebensgefahr bestand.
Der Lkw hatte Stahlteile geladen. Die Ladung blieb trotz des Unfalls auf dem Fahrzeug gesichert, sodass von ihr keine Gefahr ausging. Für die aufwendige Bergung musste die A 70 zwischen den Anschlussstellen Eltmann und Knetzgau in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden. Die Sperrung sollte voraussichtlich bis in die späten Abendstunden andauern. Auf den Umleitungsstrecken kam es zu einem entsprechend hohen Verkehrsaufkommen.
Nach dem Unfall äußerte sich auch die betroffene Spedition Menninger auf ihrer Facebook-Seite. Demnach soll ein Reifenplatzer zu dem Unfall geführt haben. Nach Angaben des Unternehmens habe der betroffene Reifen noch rund 90 Prozent Restprofil gehabt. Zugleich teilte die Spedition mit, dass der Fahrer den Unfall überlebt habe. In dem Beitrag ist zudem davon die Rede, dass der Lkw in eine Schilderbrücke geprallt sei. Die Polizei hatte die Unfallursache vor Ort zunächst noch als ungeklärt bezeichnet.
