Wonfurt, Lkr. Haßberge. Ein Motorsegelflugzeug ist am Samstagnachmittag bei Wonfurt abgestürzt. Die Maschine schlug rund 600 Meter westlich des Ortskerns in einem Zuckerrübenfeld zwischen Main und Seebach auf. Der 49-jährige Pilot hatte Glück im Unglück und blieb unverletzt.
Gegen 13.30 Uhr überflog der Mann mit einem Motorsegler des Herstellers Stemme das Maintal. Gestartet war er im österreichischen Wels, sein Ziel war das rund 700 Kilometer Luftlinie entfernte Dinslaken in Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben eines Beamten der Polizeiinspektion Haßfurt kam es während des Fluges zu einem Strömungsabriss. Die Maschine drehte sich daraufhin um 180 Grad, bevor sie in dem Feld zu Boden ging. Dabei wurde das Flugzeug besonders im Bereich des Propellers beschädigt und Teile des Hecks abgerissen.

Nach Eingang des Notrufes alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt die Feuerwehr Wonfurt. Rund 20 Einsatzkräfte waren unter der Leitung von Kommandant Florian Klaus vor Ort. Sie klemmten die Batterie ab, kontrollierten den Motorsegler auf auslaufende Betriebsstoffe und stellten den Brandschutz sicher. Auch Kreisbrandmeister Dominik Mroz machte sich ein Bild der Lage.

Trotz des heftigen Aufpralls konnte der Pilot das Flugzeug unverletzt verlassen. Ein Notarzt untersuchte den 49-Jährigen vorsorglich an der Unfallstelle. Anschließend brachte ihn der Rettungsdienst zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus.
Nach Angaben der Polizei entstand an dem Motorsegler ein Sachschaden von rund 150.000 Euro. Um die Bergung der beschädigten Maschine kümmerte sich der Pilot selbst und organisierte dafür eine Fachfirma aus Bamberg.
