Knetzgau / Oberschwappach, Lkr. Haßberge. Mitten in der Nacht wurden die Bewohner des Knetzgauer Ortsteils Oberschwappach durch die Feuerwehrsirene aus dem Schlaf gerissen. Nördlich des Dorfes war nahe des Sportplatzes ein Flächenbrand ausgebrochen. Dank einer aufmerksamen Autofahrerin konnte eine größere Ausbreitung verhindert werden.
Kurz vor 23 Uhr bemerkte die Frau Flammen rund 200 Meter von der Staatsstraße 2277 zwischen Westheim und Oberschwappach entfernt und setzte sofort einen Notruf ab. Daraufhin alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt die Feuerwehren aus Oberschwappach, Unterschwappach und Wohnau. Rund 40 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen rückten zur Einsatzstelle aus.

„Beim Eintreffen brannte ein etwa 20 Meter langer Randstreifen zwischen einem stillgelegten Fahrsilo und einem Feldweg“, berichtete Oberschwappachs Kommandant Patrick Born, der den Einsatz leitete. Die Feuerwehr Oberschwappach löschte die Flammen im Schnellangriff. Der 750 Liter fassende Wassertank reichte dafür aus. Mit Brandpatschen beseitigten die Einsatzkräfte Glutnester, anschließend kontrollierten sie den Bereich mit der Wärmebildkamera. Die Feuerwehr Unterschwappach bewässerte vorsorglich die Umgebung, während die Feuerwehr Wohnau die Einsatzstelle ausleuchtete.
Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt waren ebenfalls vor Ort. Die Brandursache ist bislang unklar. Einsatzleiter Patrick Born dankte der Autofahrerin: „Wäre der Notruf nicht so schnell erfolgt, hätte sich das Feuer deutlich weiter ausbreiten können. Durch ihre Aufmerksamkeit konnte Schlimmeres verhindert werden.“

Wie aktuell die Gefahr ist, zeigt eine am Brandtag veröffentlichte Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken. Wegen der anhaltenden Trockenheit und der angekündigten Hitzewelle wurde von Donnerstag bis Montag für den gesamten Regierungsbezirk die Luftbeobachtung zur vorbeugenden Waldbrandbekämpfung angeordnet. Die Bevölkerung wird gebeten, in Wald und Flur auf offenes Feuer und das Rauchen zu verzichten.
