Riedbach / Kleinsteinach, Lkr. Haßberge. Die Sirene schreckte am Sonntagnachmittag die Bewohner von Kleinsteinach auf. Mitten im eng bebauten Ortskern stand ein Werkstattgebäude in Flammen. Mehr als 70 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen waren im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen und die Nachbargebäude zu schützen.
Kurz vor 15 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt zunächst die Feuerwehren aus Kleinsteinach, Humprechtshausen, Mechenried, Aidhausen und Uchenhofen. Im weiteren Verlauf wurde die Feuerwehr Hofheim nachalarmiert.
„Bei unserem Eintreffen stand die Lagerhalle bereits lichterloh in Flammen“, berichtete Einsatzleiter Johannes Brünner. Der ehemalige Kommandant der Feuerwehr Kleinsteinach war einer der Ersten an der Brandstelle. Die Einsatzkräfte bekämpften das Feuer von zwei Seiten und schützten gleichzeitig die angrenzenden Gebäude. Die Flammen konnten schnell unter Kontrolle gebracht werden.

In der vollständig ausgebrannten Werkstatt befanden sich unter anderem ein Gabelstapler und eine Hebebühne. Auch eine Gasflasche und ein Öltank erforderten besondere Vorsicht bei den Löscharbeiten. Die Feuerwehr brachte die Gasflasche ins Freie und kühlte den Öltank, der nicht in Brand geriet. Ein benachbartes Lager, in dem unter anderem Holzpellets aufbewahrt wurden, blieb vom Feuer verschont. Um verbliebene Glutnester besser erreichen und ablöschen zu können, zogen die Einsatzkräfte bei den Nachlöscharbeiten den ausgebrannten Gabelstapler mit einem Traktor ins Freie.
Bürgermeisterin Antje Heusinger (CSU), die selbst unweit der Brandstelle wohnt, berichtete von dichtem Rauch und Knallgeräuschen. Sie machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und lobte das schnelle Eingreifen der Feuerwehren, durch das eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden konnte. Auch die Kreisbrandinspektoren Ralf-Peter Schenk und Andreas Franz sowie Kreisbrandmeister Johannes Hauck waren als Vertreter der Kreisbrandinspektion vor Ort.

Wie Rettungsdienst-Einsatzleiter Ingo Stöhlein mitteilte, wurde niemand verletzt. Die Ortsdurchfahrt blieb während der rund zweistündigen Löscharbeiten vollständig gesperrt. Die Feuerwehr Kleinsteinach übernahm anschließend bis in die späten Abendstunden die Brandwache.
Die Brandursache ist bislang unbekannt. Nach Auskunft eines Beamten der Polizeiinspektion Haßfurt wurde am Sonntag nicht in der Werkstatt gearbeitet. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen übernommen. Der Gesamtschaden wird von der Polizei auf rund 100.000 Euro geschätzt.
