Haßfurt / Wülflingen, Lkr. Haßberge. Trotz teilweise strömenden Regens ließen sich die Sportbegeisterten am Vatertag nicht vom 29. Wässernachlauf in Wülflingen abhalten. Auf dem Sportgelände des TSV Wülflingen sorgte Organisator Oliver Fesser im Start- und Zielbereich mit seiner Moderation für Stimmung und feuerte gemeinsam mit vielen Zuschauerinnen und Zuschauern die Läuferinnen und Läufer an.

Allein beim 9,5 Kilometer langen Hauptlauf durch das Wässernachtal gingen mehr als 180 Sportlerinnen und Sportler an den Start. Dabei reichte die Altersspanne von elf bis 72 Jahren. Schnellster Mann war Fabian Reinwand von der SG Eltmann Team Mainathlon. Der 26-Jährige, der auch als Triathlet aktiv ist, gewann in 33:15 Minuten erstmals den Wässernachlauf. Nur wenige Sekunden dahinter folgte Kevin Kharrer von der LG Bamberg in 33:21 Minuten. Philipp Reuter vom ASC Kronach belegte erneut Rang drei und verbesserte seine Vorjahreszeit auf 33:23 Minuten.

Bei den Frauen standen erneut die gleichen drei Läuferinnen wie im Vorjahr auf dem Podest. Die aus Pfarrweisach stammenden Zwillinge Anna und Isabel Raithel, in der Laufszene auch als „Lauf-Twins“ bekannt, überquerten nach exakt 39:45 Minuten gemeinsam die Ziellinie. Die beiden 27-Jährigen starteten für die SpVgg Ebing, bei der sie auch erfolgreich Frauenfußball in der Landesliga spielen. Über Rang drei freute sich erneut Hanna Fesser von den „Wässernachläufern“, die ihre Vorjahreszeit deutlich auf 41:47 Minuten verbessern konnte.

Viel Begeisterung herrschte auch beim Bambini-Lauf über 400 Meter auf dem Sportplatz. Die älteren Schülerinnen und Schüler absolvierten eine zwei Kilometer lange Strecke. Etwas ruhiger ging es dagegen beim Walking- und Nordic-Walking-Lauf über sieben Kilometer zu.

Auch der Benefizlauf für den guten Zweck gehörte natürlich wieder zum Programm. Die Tierärztin Natascha Hahn aus Altershausen hatte gewettet, dass es dem TSV Wülflingen nicht gelingen würde, mindestens 200 Freizeitläufer an den Start zu bringen. Auf drei unterschiedlich langen Strecken durfte ohne Zeitnahme gelaufen, gewalkt oder spaziert werden. Die Marke wurde dabei deutlich erreicht. Viele Teilnehmer brachten sogar ihre Hunde mit, die im Sinne des guten Zwecks doppelt gezählt wurden, weil sie schließlich vier Pfoten haben.

Bei dem „Wett-Lauf den keiner sein will“ ging es um 500 Euro, die Natascha Hahn anschließend an die Werkstatt für behinderte Menschen in Augsfeld überreichte. Werkstattleiter Harald Waldhäuser, der stellvertretende Vorsitzende des Werkstattrates Fabian Münch sowie Sozialpädagogin Marina Pohley nahmen die Spende dankend entgegen. Gemeinsam mit rund einem Dutzend Beschäftigten hatten sie zuvor selbst am Benefizlauf teilgenommen.
