Sand am Main, Lkr. Haßberge. Trotz Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt zeigte sich pünktlich zum Start am Sonntagnachmittag die Sonne über der Faschingshochburg Sand am Main. Der größte Faschingszug im Landkreis Haßberge lockte wieder tausende Besucherinnen und Besucher an. Traditionell angeführt von der Samba-Gruppe zogen knapp 60 Fußgruppen und bunte, ideenreich gestaltete Wagen fast zwei Stunden durch die Korbmachergemeinde.

Für Gesprächsstoff sorgte vor allem die Mottogruppe der „Scheuern Sand“. Mit ihrem TÜV-Thema griffen sie eine Mitteilung der Polizei auf, die im Vorfeld des Faschingszuges zunächst für Verwirrung unter den Zugteilnehmern gesorgt hatte. Zunächst war unklar, ob alle Wagen eine TÜV-Abnahme benötigen würden. Einige Tage später wurde jedoch klargestellt, dass eine TÜV-Prüfung nur bei Überschreiten bestimmter Maße erforderlich ist.

An fantasievollen Ideen mangelte es den Gruppen nicht. Die Krabbelgruppe war als Asterix und Obelix mit einem riesigem Kessel Zaubertrank unterwegs, der Bacardi Club Sand fuhr als schicke rosa Indianer auf Manitus Floß durch den Ort. Die Gruppe „Bade Fun“ griff den außergewöhnlichen Bankeinbruch in Gelsenkirchen auf und war als Knackis unterwegs, die die „Spaßkasse Geldkirchen“ ausraubten. Die Sander Turtles glänzten farbenfroh in ihren Kostümen, während die „Pin up“ als Schneeköniginnen mit kleinen Eisbären unterwegs waren oder die Sander Chicksen knallbunt verkleidet für Aufmerksamkeit sorgten.

Auch politische Akzente waren im Zug zu finden. Die Junge Liste Haßberge nutzte den Faschingszug für Wahlwerbung und trat als „Greisräte“ mit Rollatoren auf. Ihre Botschaft: Mehr junge Menschen sollen künftig im Kreistag das Sagen haben.
Nach dem Zug wurde im Festzelt am Altmain weitergefeiert. Die Polizei bestätigte dem Faschingstreiben am späten Nachmittag einen friedlichen Verlauf. Größere Zwischenfälle gab es bis dahin keine.
