Ebelsbach, Lkr. Haßberge. Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2447 (ehemalige B 26) zwischen Ebelsbach und Steinbach hat am frühen Samstagabend einen Toten und zwei Schwerverletzte gefordert. Bevor die Rettungskräfte eintrafen, kümmerten sich Ersthelfer, darunter zwei ausgebildete Rettungssanitäter in ihrer Freizeit, um die Unfallbeteiligten.

Kurz nach 17.45 Uhr befuhr ein 49-Jähriger aus dem Landkreis Haßberge die Staatsstraße in Richtung Haßfurt. Etwa einen Kilometer nach dem Ebelsbacher Ortsausgang geriet er aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem VW Passat auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er frontal mit einem im Landkreis Bamberg angemeldeten VW Golf eines 48-jährigen Mannes zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Golf die Böschung hinab in ein angrenzendes Feld geschleudert. Ein 47-jähriger Mann, der mit seinem Audi mit Schweinfurter Zulassung hinter dem Golf unterwegs war, konnte nicht mehr ausweichen und kollidierte ebenfalls mit dem Passat. Der Passat-Fahrer und der Golf-Fahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.

Mit rund 80 Einsatzkräften waren die Feuerwehren aus Ebelsbach, Eltmann, Steinbach und Ziegelanger nach der Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt schnell an der Unfallstelle. Parallel arbeiteten die Ebelsbacher und die Eltmanner Wehren mit zwei hydraulischen Rettungssätzen, um die eingeklemmten Fahrer zu befreien. Beim Golf-Fahrer gelang dies sofort. Der Passat-Fahrer war jedoch massiv eingeklemmt, wie Ebelsbachs Kommandant und Einsatzleiter Sascha Schöpplein sowie sein Stellvertreter Dominik Mauer erklärten. Es gelang zwar dem Rettungsdienst, einen Zugang zum Fahrzeug zu schaffen, doch trotz aller Bemühungen und einer Reanimation verstarb der 49-Jährige noch im Wrack seines Autos. Die beiden anderen Unfallbeteiligten wurden schwer verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Nach Angaben der Polizei bestand zumindest für sie keine Lebensgefahr.

Neben vier Rettungswagen und zwei Notärzten waren auch der Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) Haßfurt, Kreisbrandinspektor Stephan Biertempfel und Kreisbrandmeister David Amling in den Einsatz eingebunden. Ein Notfallseelsorger betreute Zeugen, Ersthelfer und Einsatzkräfte. Die Unfallaufnahme wurde von Beamten der Polizeiinspektion Haßfurt übernommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg kam zudem ein Gutachter an die Unfallstelle. Die genaue Ursache des Unfalls sowie die Höhe des entstandenen Sachschadens sind Gegenstand der Ermittlungen. Der betroffene Abschnitt der Staatsstraße blieb für mehr als viereinhalb Stunden komplett gesperrt.
