110 Einsatzkräfte löschen Feuer in Entsorgungsfachbetrieb

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehr bekämpfte in der Nacht zum Samstag das Feuer in der Lagerhalle eines Entsorgungsfachbetriebes im Knetzgauer Industriegebiet. Foto: Tobias Schnaus

Knetzgau, Lkr. Haßberge. Am späten Freitagabend kam es zu einem Brand in einem Entsorgungsfachbetrieb im Knetzgauer Industriegebiet. Das Feuer war in einer Halle, in der Altpapier lagerte, ausgebrochen. “Wir wurden um 23.05 Uhr zu einem Brandmeldealarm in diesem Betrieb alarmiert”, sagte Einsatzleiter Thomas Finger, der gleichzeitig auch Kommandant der Feuerwehr Knetzgau ist und sofort nach Erkundung der Lage die Alarmstufe erhöhte. In der Folge rückten zusätzlich die Freiwilligen Feuerwehren aus Sand, Zeil, Hainert, Westheim, Oberschwappach und Zell mit insgesamt 110 Einsatzkräften an. Eine massive Rauchentwicklung und die rasante Brandausbreitung machte es den Kameraden nicht leicht, das Feuer zu löschen. Mit Hilfe eines Radladers wurden auch die Papierballen auseinander gezogen, um noch an die letzten Glutnester zu kommen. Mehrere Atemschutztrupps waren im Einsatz, für die ein Pendelverkehr zum nahegelegenen Atemschutzzentrum Knetzgau aufgebaut wurde, damit immer frische Atemschutzflaschen vorhanden waren.

Mit Hilfe eines Radladers wurden auch die Papierballen auseinander gezogen, um noch an die letzten Glutnester zu kommen. Foto: Andreas Düring

Ebenfalls vor Ort mit mehreren Fahrzeugen war das Rote Kreuz, das auch die Verpflegung der Einsatzkräfte sicherstellte. Zwei Feuerwehrmänner wurden leicht verletzt und in das Krankenhaus Haßfurt eingeliefert. Der Einsatz dauerte insgesamt über acht Stunden bis in den frühen Morgen. Anschließend wurde noch durch die Feuerwehr Knetzgau eine Brandwache gestellt. Nach Angaben der Polizei wird vermutet, dass das Feuer durch Verunreinigungen im Altpapier, wie zum Beispiel Batterien oder ähnliches, ausgebrochen sein könnte, denn die Brandausbruchsstelle lag in der Mitte eines Papierhaufens. Der Sachschaden konnte bisher noch nicht beziffert werden.

Eine massive Rauchentwicklung und die rasante Brandausbreitung machte es den Kameraden nicht leicht, das Feuer zu löschen. Foto: Andreas Düring

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