Fritteusen-Brand in Schnellrestaurant

Unter Atemschutz erkundete ein Trupp der Feuerwehr das Gebäude und überprüfte es mit der Wärmebildkamera auf Brandnester. Foto: © Christian Licha

Haßfurt, Lkr. Haßberge. Große Aufregung herrschte am Freitagmittag in einem Schnellrestaurant in der Straße “Am Sterzelbach”. Eine Fritteuse hatte Feuer gefangen, das aber durch die Mitarbeiter schnell gelöscht werden konnte. Sicherheitshalber wurde dennoch ein Notruf abgesetzt.

Martin Heusinger aus Kleinsteinach war mit seiner vierjährigen Tochter Ina und seinem siebenjährigen Sohn Janosch gerade mit dem Essen fertig, als er die Geräusche eines Feuerlöschers hörte. Im Küchenbereich sah er viel Rauch, aber kein offenes Feuer mehr. “Dann wurden wir auch schon von den Mitarbeitern aufgefordert das Restaurant zusammen mit den anderen Gästen zu verlassen und auf dem Parkplatz auf den Rettungsdienst zu warten”, schilderte der Familienvater seine Erinnerungen. Das passierte alles reibungslos, eine Panik brach nicht aus. Kurz danach traf auch schon die Feuerwehr und das Rote Kreuz mit Notarzt sowie mehreren Rettungswägen ein und sichtete alle 19 evakuierten Personen. Unter ihnen waren auch sechs Kinder. Eine nahegelegene Werkstatt stellte ihren Verkaufsraum unkompliziert als Sammelstelle zur Verfügung, in der sich die Gäste aufwärmen konnten. Daniel Schirmer, Einsatzleiter des BRK-Rettungsdienstes berichtete: “Gott sei Dank haben wir nur zwei Personen mit einer leichten Rauchgasintoxikation. Es handelt sich hierbei um Erwachsene, Kinder sind nicht betroffen”.  Die Familie Heusinger wurde glücklicherweise nicht verletzt und konnte schon bald ihre Heimfahrt antreten. Besonders Janosch war sehr beeindruckt von dem großen Aufgebot an Einsatzkräften, denn später will er vielleicht auch mal Feuerwehrmann werden.

Martin Heusinger war zusammen mit seinen Kindern Ina und Janosch Zeuge des Vorfalls. Foto: © Christian Licha

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Haßfurt und Sylbach rückten mit 21 Mann und vorsorglich auch mit der Drehleiter an. Einsatzleiter Thomas Kainz war erleichtert, dass es zu keinem größeren Schaden kam: “Bei unserem Eintreffen war das Feuer bereits gelöscht, es war nur noch etwas Rauch in den Räumen”. Ein Trupp unter Atemschutz erkundete die Lage und suchte auch mit der Wärmebildkamera nach versteckten Brandnestern. Ebenso wurde die Abluftanlage bis hinauf zum Dach kontrolliert. Eine Belüftung des Gebäudes über die Türen reichte aus. Nachdem keine Gefahrenquellen ausgemacht wurden, konnte die Feuerwehr nach rund einer Stunde wieder abrücken. Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt protokollierten das Geschehen.

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