CORONA: Wallburg-Realschule Eltmann für 14 Tage geschlossen – Behörde sucht Kontaktpersonen der Schülerin

Zu den Teststellen, wie hier seinerzeit in Eltmann, dürfen nur angemeldete Personen kommen. Archivfoto: © Christian Licha

Landkreis Haßberge. Nachdem am Dienstag auf Grund vertauschter Proben Unsicherheit bestand, gibt es nach einer durch Landrat Wilhelm Schneider angeordneten Nachuntersuchung nun zuverlässige Ergebnisse.

Der erste bestätigte Corona-Fall im Landkreis Haßberge betrifft eine Schülerin der Wallburg-Realschule Eltmann. Die 16-Jährige war zusammen mit ihrer Familie im Urlaub in Südtirol. Über einen Telefonanruf des Hotels hatte die Familie von einem positiven Erkrankungsfall eines deutschen Touristen erfahren. Daraufhin meldete sich die Familie beim Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst; bei allen Familienmitgliedern wurde ein Rachenabstrich genommen. Bisher liegt nur bei der Schülerin ein positiver Befund vor. Dem Mädchen geht es gut, sie ist nicht schwer erkrankt, sie zeigt keine Symptome. Die Schülerin und ihre Familie befinden sich in häuslicher Quarantäne.

In Absprache mit dem Gesundheitsamt bleibt die Wallburg-Realschule Eltmann für die nächsten 14 Tage, mindestens bis zum 20. März, geschlossen. In der Grundschule und Mittelschule Eltmann läuft der Unterricht ab Donnerstag wie gewohnt weiter. Dies gilt auch für die Grundschule, Mittelschule und Realschule in Hofheim.

Ein Teilstück der Dr.-Georg-Schäfer-Straße in Eltmann wurde durch das THW halbseitig gesperrt, um dieses mittels Einweiser als Parkplatz für die zu testenden Personen nutzen zu können, die vom Gesundheitsamt einen Termin erhalten haben. Foto: © Christian Licha

Das Gesundheitsamt Haßberge ist aktuell dabei, schnellstmöglich weitere Kontaktpersonen zu ermitteln. Wer mit der Schülerin engen und längeren Kontakt hatte, wird angerufen und entsprechend informiert, um eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit zu vermeiden. Treten bei den Betroffenen Symptome auf, wird ein Abstrich genommen. Dafür wurde eine zentrale Anlaufstelle in Eltmann eingerichtet. Damit war das THW Haßfurt am Mittwochnachmittag mehrere Stunden beschäftigt. Die ehrenamtlichen Helfer stellten einen Anhänger auf und verlegten eine Stromleitung. Der Anhänger stammt von einer anderen THW-Ortsgruppe, deren Bereitstellung die THW-Regionalstelle Bamberg organisiert hatte. Außerdem wurde durch die Einsatzkräfte ein Teilstück der Dr.-Georg-Schäfer-Straße halbseitig gesperrt, um dieses mittels Einweiser als Parkplatz für die zu testenden Personen nutzen zu können. Landrat Wilhelm Schneider weist ausdrücklich darauf hin, dass bei der zentralen Anlaufstelle nach Terminplan ausschließlich die als Kontaktpersonen ermittelten Personen getestet werden, die einen direkten Bezug zu dem aktuellen Fall haben.

Speziell zur Lage im Landkreis Haßberge wurde ein Bürgertelefon eingerichtet, dass unter der Rufnummer (09521) 27-600 erreichbar ist und zwar von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 9.00 bis 14.00 Uhr.

Um den Kreis der Kontaktpersonen der erkrankten Schülerin einzugrenzen, wird darum gebeten, dass sich alle Gäste, die am Freitag, 6. März, bei einer Geburtstagsfeier im Anglerheim in Sand waren, sich an das Bürgertelefon wenden sollen, um sich registrieren zu lassen, Telefon (09521) 27-600. Unter der gleichen Rufnummer sollen sich bitte auch alle Personen melden, die vom 2. bis 6. März, mit dem Bus mitgefahren sind, der morgens um 7.30 Uhr am Kriegerdenkmal in Sand und am Nachmittag um 13.12 Uhr an der Haltestelle, Limbacher Straße in Eltmann, abfährt.

Weiterhin gilt: Bei Symptomen einer Erkrankung wird empfohlen den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 anzurufen, der rund um die Uhr erreichbar ist. Wer allgemeine Fragen zu dem Thema Coronavirus hat, kann sich an die Corona-Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wenden: (09131) 68085101. Zudem wird auf die Internetseite des Landratsamtes Haßberge (www.hassberge.de) verwiesen, dort werden aktuelle Hinweise veröffentlicht.

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