Landtagsabgeordneter Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider besuchten die Feuerwehr Gädheim-Ottendorf

Landtagsabgeordneter Steffen Vogel (links) und Landrat Wilhelm Schneider (mitte) lösten ihre Wettschulden bei der Feuerwehr Gädheim-Ottendorf ein und ließen sich über den geplanten Neubau eines Gerätehauses von Bürgermeister Peter Kraus (rechts) informieren. Foto: David Englert

Gädheim, Lkr. Haßberge. Am vergangenen Montag haben der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider ihre Verpflichtung eingelöst und die Aktiven der Feuerwehr Gädheim-Ottendorf mit Maroldsweisacher Bier und Grillgut im Gepäck besucht. Anlass war eine Nominierung bei der sogenannten „Cold-Water-Grill“-Challenge im Jahr 2018. Da die beiden die Herausforderung nicht erfüllen konnten, mussten sie nun Bier und Bratwürste spendieren.

Den Besuch in der Gemeinde hat Bürgermeister Peter Kraus, selbst aktiver Feuerwehrmann, dazu genutzt um die beiden Feuerwehrgerätehäuser in Ottendorf und Gädheim vorzustellen und letztlich dann auch die beiden Politiker über die Planungen zum Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses samt Bauhof im Gädheimer Neubaugebiet zu informieren.

Bei der Besichtigung des Ottendorfer Gerätehauses, zu der auch viele Feuerwehrleute und Bürger des Ortes gekommen waren, erläuterte der Bürgermeister, dass getreu dem Motto „Gemeinsam.Stärker.“, die beiden Ortsteilwehren zu einer gemeinsamen Wehr seit Januar 2018 zusammen gelegt worden sind. Dies habe sich absolut bewährt, so das Gemeindeoberhaupt. Das Problem sei, dass die Einsatzstärke gerade tagsüber bei beiden Feuerwehren nur schwer zu halten gewesen wäre, erklärte Kraus. „In mehreren Gesprächen waren sich dann die meisten Feuerwehrleute beider Feuerwehren einig, dass es die beste Lösung sei, sich zusammen zu schließen und so eine gemeinsame schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen“. Thomas Schwab, schon seit Jahren bei der Feuerwehr aktiv, pflichtete dem Bürgermeister bei: „Das Beste, was uns passieren konnte“.

Bei dem in die Jahre gekommenen Feuerwehrhaus in Ottendorf waren die Unzulänglichkeiten schnell ausgemacht. Eine Umkleide ist quasi nicht vorhanden, die Einsatzkleidung wird in der unbeheizten Fahrzeughalle aufbewahrt und ist dementsprechend auch Feuchtigkeit ausgesetzt. Darüber hinaus sind die Sanitäranlagen absolut sanierungsbedürftig. Nicht viel anders sieht es im Feuerwehrhaus in Gädheim aus. Deshalb ist Bürgermeister Kraus auch zuversichtlich, dass der Gemeinderat noch im August grünes Licht für den Kombinationsbau aus Bauhof und neuem Feuerwehrgerätehaus geben werde.

Landrat Schneider lobte das ganzheitliche Konzept von Bauhof und Feuerwehrgerätehaus, als „wegweisend“, da dann beispielsweise auch die Bauhofmitarbeiter schnell bei einer Alarmierung untertags als Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Landtagsabgeordneter Steffen Vogel lobte das Engagement und betonte dass es für eine Gemeinde in der Größenordnung von Gädheim eben nicht selbstverständlich sei, ein solches Projekt anzugehen, um der Feuerwehr bestmögliche Voraussetzung für die wichtige ehrenamtliche Arbeit zu gewähren. Vogel versprach, sich für angemessene Zuschüsse vom Freistaat stark zu machen, insbesondere, wenn dieser durch Richtlinien die Anforderungen immer höher setze, aber bei den Zuschüssen nicht nachjustiere.

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