Geisterfahrer auf A7 bei Werneck:

Mercedesfahrer stirbt nach Frontalzusammenstoß

Symbolfoto: © Christian Licha

Werneck, Lkr. Schweinfurt. Ein Falschfahrer hat am Donnerstagabend auf der A 7 bei Werneck einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Der Fahrer selbst kam dabei ums Leben, als er frontal mit einem entgegenkommenden Pkw zusammenprallte. Zuvor hatte er mehrere Autofahrer gefährdet. Die Unfallermittlungen führt die Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck.

Kurz nach 19.00 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken zahlreiche Notrufe von der A 7 ein. Zeugen berichteten, dass ein Pkw von der Autobahnraststätte Riedener Wald West in falscher Fahrtrichtung wieder auf die A 7 gefahren sei. Der Wagen war somit auf der ordnungsgemäßen Richtungsfahrbahn Ulm allerdings in Fahrtrichtung Kassel unterwegs.

Auf der Stettbachbrücke, kurz vor dem Autobahnkreuz Werneck, kam es dann zu einem folgenschweren Frontalzusammenstoß des falsch fahrenden Mercedes mit einem entgegenkommenden Volvo. Für den 63-jährigen Falschfahrer aus dem Landkreis Schweinfurt kam jede Hilfe zu spät. Die 25-jährige Fahrerin des Volvo war eingeklemmt und musste von der Feuerwehr zunächst befreit werden. Nach einer Versorgung durch Notarzt und Rettungsdienst wurde die Frau aus Mittelfranken schwerverletzt in eine Klinik eingeliefert.

Auch eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft Schweinfurt kam vor Ort und ordnete die Hinzuziehung einer Sachverständigen an. Von ihren Begutachtungen erhoffen sich die Beamten genauere Erkenntnisse zum Unfallgeschehen. Die A7 war bis tief in die Nacht in Fahrtrichtung Ulm komplett gesperrt. Die Polizei richtete mit Unterstützung der Autobahnmeisterei eine Umleitung ein. Die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

+++UPDATE+++
Die Fahrtstrecke, die der 63-jährige Falschfahrer zurückgelegt hatte, beläuft sich auf etwa sieben Kilometer. Mehrere Autofahrer haben sich zwischenzeitlich bei der Polizei gemeldet, die von dem Mercedesfahrer gefährdet worden waren. Die 25-jährige Volvofahrerin befindet sich weiterhin schwer verletzt in einer Klinik. Der insgesamt entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 50.000 Euro.

Zum genauen Unfallhergang und der Ursache gibt es keine neuen Erkenntnisse. Hier laufen die Ermittlungen der Beamten und insbesondere auch die Begutachtungen der Sachverständigen. Darüber hinaus bittet die Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck weiterhin um Hinweise:
Wer Zeuge des Unfalls wurde oder gefährdet wurde, möge sich bitte unter Tel. 09722-94440 melden.